Spruch des Monats

2

Aus kleinem Anfang entspringen alle Dinge.

Cicero

Kinderlied des Monats

1

Schule – Quo Vadis? Der Titel ist Programm! Wohin geht die Schule in Deutschland?

Das Buch von Peter Maier beschreibt in einer brillanten und ehrlichen Weise die aktuelle Schulsituation in unserem Land. Es ist nicht ungewöhnlich zu hören, dass Kinder und Jugendliche mit dem G8 System überfordert und es leid sind. Aber was ist mit unserer Schulbildung los? Viele Eltern und Behörden melden sich zu Wort, wenn es um dieses Thema geht. Hier lesen wir über die Position eines sehr erfahrenen Lehrers, der viel zu berichten hat.

Gleich zu Anfang des Buches finden wir eine Liste mit sehr fundierten und kritischen Argumenten. Diese erläutern die häufigsten Probleme in unserem Land in Verbindung mit der Bildungsreform, die vor allem als Antwort auf die Pisa-Studie eingeführt worden ist.

In weiterem Verlauf wird eine sehr interessante Beschreibung der Initiationsriten für Jugendliche gegeben, die hierzulande in Vergessenheit geraten sind, aber den Schritt in das Erwachsenenleben erleichtern können. Der Initiationsgedanke ist für den Autor zu „dem“ Schlüssel in der Pädagogik geworden.

Das absolut Innovative an diesem Buch ist, dass sich der erfahrene Gymnasiallehrer für eine Pädagogik des Herzens ausspricht, bei der die Schüler als Integralwesen betrachtet werden. Die Persönlichkeitsentwicklung der Kinder und Jugendlichen soll eine zentrale Rolle in der Bildung spielen. Es soll eine positive Bindung zu den Lehrern entstehen, die sich nicht nur um die Wissensvermittlung kümmern, sondern idealerweise die Situation der Kinder erkennen und die ihre Bedürfnisse verstehen. Hervorragend ist Herr Maiers Plädoyer für eine Werteerziehung, die die Kinder sozialkompetent macht und aus ihnen Beziehungswesen formt.

Das Buch lässt Eltern und Lehrer hoffen auf eine Pädagogik, die nicht nur die hohen Ansprüche der Wettbewerbsgesellschaft erfüllt, sondern auch eine Beachtung der emotionalen und seelischen Bedürfnisse der Kinder sicher stellt. Ein Gewinn für unsere postmoderne Gesellschaft.

Rezension: Andrea Heck, Elternverein Nordrhein-Westfalen, siehe Elternbrief Nr.150, Mai/2016, www.elternverein-nrw.de und Verein „Wertevollwachsen“, www.wertevollwachsen.de, Mai 2016

Nähere Infos und Buch-Bezug: www.initiation-erwachsenwerden.de

Go Act

Vor langer Zeit, als das Wünschen noch möglich war, existierte ein Land, in welchem die Menschen in bunt gemischten Altersgruppen zusammenlebten. Ohne irgendwelche Ausgrenzungen aufgrund des Alters zu machen, wurden lediglich die Lebensjahre jedes Menschen gezählt. So genossen alle, junge Familien wie Jugendliche, Erwachsene und jüngere und ältere Senioren das Leben in dieser bunten Gemeinschaft, die sich durch intensiven Austausch, gemeinsame Aktivitäten und hohen sozialen Zusammenhalt auszeichnete.

Eines Tages aber …

Europäisches Netzwerk für das Lernen für ein langes Leben im Dialog der Generationen.

Die Netzwerkpartner des Projekts GoAct wollen gemeinsam die Zukunft Europas gestalten.

Europa verändert sein Gesicht: Abnahme der jüngeren Generation, Zunahme der Älteren und wachsende kulturelle und soziale Differenzierung verlangen gemeinsames Handeln, gegenseitiges Verstehen, bessere Integration und hohes Verantwortungsbewusstsein.

„GoAct“ – ein europäisches Projekt

  • Die Sensibilität für den Beitrag älterer Menschen zum Leben in der Gesellschaft ist noch ein zartes Pflänzchen. Es ist längst nicht selbstverständlich, aktiv zu altern und Solidarität zwischen den Generationen zu üben.
  • Das ambitionierte Ziel des „GoAct“-Projekts ist, die gesamte Lebensspanne des Menschen und das Lernen für ein langes Leben in den Blick zu nehmen. Es gründet in der Überzeugung, dass Bildung ein wirksames Mittel ist, das Verständnis von Altern in der Gesellschaft zu verändern und einen Dialog zwischen jüngeren und älteren Generationen zu ermöglichen.
  • Als Dreh- und Angelpunkt werden die Altersbilder gesehen. Sie sind es, die die Generationenverhältnisse nachhaltig prägen. Altersbilder werden vom frühesten Lebensalter vermittelt. Deshalb interessieren neben den Kontaktmöglichkeiten der Kinder mit den Alten in den Familien, in Kindergarten und Schule auch die Bilder vom Alter und Altern in Kinder- und Schulbüchern, in den Medien und im öffentlichen Raum.
  • Generationenübergreifendes Lernen soll sich wie ein roter Faden durch die Bildungsthemen und -gelegenheiten ziehen: In der Familie, in Kindergarten und Schule, in der Erwachsenenbildung, am Arbeitsplatz, in interkulturellen Kontexten. Deshalb gilt die Entwicklung eines generationenübergreifenden Bildungsplans (GBP) als besonderer Meilenstein des GoAct-Projekts. Er ist ein Leitfaden, wie das Bewusstsein für Themen rund um das Älterwerden über Bildung verändert werden kann.
  • Wir rufen alle Bürgerinnen und Bürger auf, den Dialog der Generationen und ihre Solidarität zu stärken, Lösungen zu entwickeln und Antworten zu finden. So können wir in vielen Lebensbereichen präventive Arbeit leisten, lebensbegleitendes Lernen fördern und dem ehrenamtlichen Engagement wichtige Impulse geben. Der Elternverein Baden-Württemberg e.V. lässt sein Leitmotiv Realität werden:

    Auf einen guten Anfang und ein gutes Ende kommt es an!

    Wir wollen Europa ein menschliches Gesicht geben. Das Projekt GoAct ist ein Projekt der Bürger Europas und weist den Weg für bessere Kommunikation und Kooperation

GoAct wird:

  • wertvolle Einsichten von Experten und Zielgruppen geben, um ein besseres Verständnis der Bedeutung des gemeinsamen Lernens junger und älterer Generationen für den intergenerationellen Dialog darzustellen,
  • den Beteiligten Informationen dazu geben, was bereits im Bereich intergenerationelles Lernen geschehen ist, welche Initiativen waren erfolgreich und für welche wäre es lohnend, sie in anderen Orten und anderen Kontexten anzuwenden,
  • den Teilnehmern der Konferenz Gelegenheit geben die Entwicklung und die Einführung von Projekten als innovativen Ansatz zu diskutieren,
  • ein neues Netzwerk durch das Board of Experts, die Konferenz und die nachfolgenden Aktivitäten entwickeln, welches aus verschiedenen Institutionen und Beteiligten, die im Bereich Alterung aktiv sind besteht,
  • einen intergenerationellen Bildungsplan entwickeln, um so einen Leitfaden für Politiker, Vorsitzende von Bildungsplanern und Experten im Feld von Bildung und Erwachsenenbildung zu erstellen, der Möglichkeiten aufzeigt, wie die Aufmerksamkeit für Alterungsthemen innerhalb der jüngeren Generation zu erhöhen und somit das öffentliche Bild des Alterns in der Gesellschaft durch Bildung zu verändern.

Das Projekt verfolgt das Ziel Beteiligte zu motivieren, Projekte zu anzustoßen, die Alterung und intergenerationelles Lernen verbinden.

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